Eine Kreuzfahrt Tag 0-2 von 12

Die Vorbereitung

Bevor so eine Reise gebucht wird muss man sich natürlich informieren. Dabei sind Zeitpunkt und bei Kreuzfahrten in der Regel auch der Preis entscheidend. Natürlich auch auf die Mitreisenden. Diesmal ging es mit meinem Sohn auf Reise.

Nachdem ein entsprechendes Budget festgelegt worden war, wurden die entsprechenden Angebote gesichtet. Dabei wurde im speziellen nur MeinSchiff Angebote geschaut und dann auch mit Vorliebe mit Abfahrtshafen in Deutschland. Flugangst macht das möglich sich auf diese Kategorie festzulegen.

Das erste Angebot rund um Großbritannien war dann auch schon blitzschnell ausverkauft. Dann also weiter warten. Zwei Wochen vor Urlaubsbeginn dann ein entsprechendes Angebot für eine 12 Tage Kreuzfahrt um die große Inseln. Schnell gebucht und dann ab in den Garten, da sollte noch vor dem Urlaub ein anderes Projekt fertig gemacht werden.

Wie der Zufall will, sollte das Projekt begradigen des Gartens noch eine Auswirkung haben. Beim Helfen wollte ich Äste auf einen Anhänger legen. Dabei wollte ich mit auf einen gemauerten Eingang zu einem Öltank stellen, der an einigen Stellen mit Sträuchern zugewachsen war. Ich wollte eine Ecke nutzen um an weitere Äste zu gelangen. Leider war unter den Sträuchern keine Betonplatte mehr und es ging für mich und meinen Fuss knapp 70cm in die Tiefe ohne das sich mein Fuss oder dessen Muskeln anspannte. Vom Gefühl hat sich mein Fuss beim Aufkommen einmal soweit mit der vorderen Seite nach Hinten gebogen, wie es der Schuh zuließ. Schmerz.

Der Fuss, er schwoll und dann bekam er Farben die ich an meinem Fuss nicht auf ihm und auch nicht zwischen den Gelenken sehen wollte. Die Schmerzen hielten sich zum Glück in Grenzen, aber eine Belastung beim Gehen war dennoch leicht schmerzhaft und in Schuhen gleich um ein vielfaches höher.

Drei Stunden vorher noch eine Kreuzfahrt gebucht und nun der Fuss kaputt, und natürlich wie man selbstbewusst bucht, auch ohne Reisekostenversicherung. Die Hoffnung auch ein baldige Genesung war dann durch die vielen Farben am Fuss nicht unbedingt sehr optimistisch. Nach einer Woche dann noch keine Schmerzlinderung bei der Belastung, also ab zum Arzt und auf Nummer sicher gehen und sich röntgen lassen. Dabei wurde zum Glück nichts gefunden. Also abfinden und sich darauf vorbereiten, dass nicht alles zu Fuss gemacht werden kann.

Nachdem bei einer vorigen Kreuzfahrt die Brille beim Aussteigen aus der Bahn zerbrach, wollte ich wenn auch kurzfristig noch für Ersatz sorgen. Also zwei Wochen vor Abfahrt noch schnell zum Optiker und eine Sonnen und eine Sichtbrille für den Urlaub als Ersatz bestellt. Es war ein Wagnis aber am Ende hat es Fielmann geschafft. Und ich muss das hier sehr deutlich herausstellen, Fielmann hat alles getan um meinen sehr kurzfristigen Wunsch zu erfüllen. Einen Tag vor Abfahrt hatte ich die Brillen in den Händen.

 

Die Anreise / 1.Tag auf dem Schiff

Ein bekannter Satz heißt: „Eine Anreise die ist lustig“ oder so anders hieß er. Er sollte auch bei uns wieder durch die verschiedensten Ereignisse lustig und einiges an Situationskomik vorhalten. Um 5 Uhr standen wir auf und packten die letzten wichtigen Dinge in die Taschen und machten uns auf zur Bushaltestelle. In meiner stetig begleitenden Vorsicht irgendwo zu spät zu kommen, haben wir uns um 6 Uhr auf den Weg gemacht um einen ausfallenden Bus verkraften zu können. Den 6:01 Uhr Bus sahen wir noch vorbeifahren, und wollten den 6:11 Bus nehmen um dann gegen 6:20 Uhr den HBF zu erreichen. Doch die Anzeige an der Haltestelle machte uns einen Strich durch die Rechnung. Denn dort waren alle nachkommenden Busse mit ca. 20-30 Minuten Verspätung angezeigt. Man hat dann aber Glück im Unglück wenn man nur knapp 2,5 km vom HBF entfernt wohnt, somit hier es am heutigen Tage das erste Mal schieben und Sport. Wir erreichten den Zug aber entsprechend pünktlich und schauten uns auf dem entsprechenden Plan und zusätzlich an der Anzeigetafel die Zugreihung an und stellten uns auf. Der Zug fuhr ein und wie für den heutigen Tag nun schon zum zweiten Mal mit einer Überraschung. Denn wir durften aufgrund der geänderten Zugreihung von ganz Hinten nach ganz Vorne einmal durch den kompletten Zug mit unserem ganzen Gepäck.

Das Zugabteil war schön kühl und geräumig, aber auch das sollte sich ändern, als ein älteres Paar zu uns einstieg und dann die Klimaanlage aufdrehte. War uns natürlich absolut verständlich, denn immerhin waren die letzten Tage sehr kalt in Deutschland. Vorsicht Ironie.

Ansonsten blieb die Bahnfahrt ohne besondere Vorkommnisse und sogar mit einer sehr frühen Ankunft an den entsprechenden Bahnhöfen.

Um 12 Uhr waren wir im Hafen angekommen und der Check-In sollte um 13 Uhr starten. Also so wie mein Sohn sagte: „Bildet der Deutsche erst einmal eine Schlange“. Wir hatten den online Check-In gemacht und fühlen uns noch überlegen und altklug. Wir sollten noch mehrmals an diesem Tag merken, wie gut es sein kann sich manchmal der Masse anzugleichen und auch mal über den Tellerrand hinaus zu schauen. Erst stellten wir uns kurzfristig ca. 10 Meter hinter dem Eingang an die Schlange, aber verliessen diese dann selbstbewusst, da wir ja vorher online eingecheckt hatten.

Die Stunde verging und die Schlange hatte sich auf über 100 Meter verlängert. Noch waren wir siegessicher, aber dann wurde der Check-In wurde eröffnet und zu diesem Zeitpunkt hatten wir noch gedacht es würde eine zweite Schlange für den Online Check In eröffnet, dem war aber nicht so und dann durften wir uns 100 Meter weiter hinten anstellen. Dort warteten wir und Einer von uns schaute immer nach ob der Online Check-In einen anderen Zugang hatte. Auf halben Weg wies uns ein anderer Gast darauf hin, dass es einen solchen Eingang gäbe und zeigte Ihn uns.

Aus eigener Borniertheit haben wir also knapp 1 Stunde umsonst insgesamt überall angestanden. Aber wir haben es mit einem Lächeln quittiert.

Der Zoll war dann auch noch mal entsprechend mit Anstellen versehen, aber dann ging es endlich aufs Schiff. Auf die MeinSchiff und bei der dritten Kreuzfahrt stellte sich einfach ein Heimatgefühl ein und beim Auslaufen wurde dann auch die schöne und entsprechende Auslaufmelodie gespielt, die einen immer wieder das Meer zu einem bringt.

Nachdem wir uns bei unseren beliebten Stationen mit Essen und Getränken über den ganzen Tag versorgt hatte, wurde es dann auch sehr schnell Zeit für die erste Nacht, da wir für die komplette Anfahrt bis zum ersten Fuss auf dem Schiff knapp 9 Stunden gebraucht haben.

 

2.Tag / Seetag

Nach einer ersten langen Nacht und dem Vorteil die Zeit eine Stunde zurückzustellen, ging es dann in den ersten Seetag und Relaxen pur auf dem Schiff. Es wurde mal wieder geschlemmt. Wahrscheinlich aufgrund der Hitze der letzten Tage waren selbst die großen Pools sehr wohl temperiert. Richtig wohltuend war das Bad im Whirlpool, dazu dann noch der Dönermann auf dem Schiff. Man gönnt sich ja sonst nichts. Wahrscheinlich auch keine schmale Linie wenn man das hier wirklich jeden Tag so macht.

Die Möglichkeiten am Festland Englisch zu sprechen, scheint auf jeden Fall viele Familien animiert zu haben auch viele Kinder mit an Bord zu bringen. Im Vergleich zu unseren vorigen Kreuzfahrten auf jeden Fall sind hier viel mehr Kinder und Jugendliche an Bord.

Ein neuer Trend von sehr jungen Jugendlichen scheint auch zu sein, sich zu viert auf den Boden der Aufzüge zu legen und nur hoch und runter zu fahren und dabei folgende Sätze heraus zu posaunen: „Also mein Checker ist ja voll süß“, „ne der sieht ja voll blöd aus“ usw.